Auf nach Zuhause

Wir kommen dem Endziel „Zuhause“ immer näher
Am 21.08. wollen wir von Darö um 11:30 Uhr starten.

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Es ist nebelig, aber die Sonne versucht den Nebel zu durchdringen. Also gehts los. Nach zwei Meilen ist das bisschen Sonne ganz verschwunden, der Nebel wird immer dichter. Man hört nicht weit entfernt das Tuuten von Nebelhörnern. Kurz danach kommt uns eine Fähre entgegen. Unter diesen Bedingungen noch weitere fünfundzwanzig bis dreißig Meilen zu fahren ist einfach zu riskant. Wir biegen ab in den nächstgelegenen Hafen Karlssund. Eine sehr gute und beruhigende Entscheidung.

Am nächsten Morgen geht es um viertel vor neun los, es ist zwar noch diesig aber gut zu fahren. Mittags kommt Wind auf, zwar von vorn, aber bei vier Windstärken kann man auch mal gut kreuzen. Nach 35 Seemeilen laufen wir den Fischereihafen Ankarudden an und machen dort bei Nebel fest.

Der nächste Tag bringt mal wieder 50 sm, größtenteils unter Segeln. Wir fahren durch die Insellandschaft südlich von Stockholm. Der von Harald ausgesuchte Hafen liegt auf einer Insel mit dem Ort Sankt Anna. Die umliegende Landschaft mit kleinen Inseln ist einfach traumhaft.

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Die nächsten zwei Tage bringen zuwenig Wind zum Segeln, und wir fahren nur unter Motor bis zum nächsten Hafen Loftahammar und dann weiter nach Vastervik.
Dafür gibst darauf mal wieder einen auf die Mütze mit 6 bft genau von vorn und heftiger Welle, also rein in den nächsten Hafen Händlöp.
Aber nun am 27. geht es mal wieder richtig gut. Bei 4-5 bft aus Westen und sonnigem Wetter segeln wir auch durch die engsten Schären und kommen nach 57 Seemeilen auf der Insel Öland im Hafen Borgholm an. So macht es natürlich Spaß.

Das ist ein Sonnenaufgang

Von Öland fahren wir morgens um sechs Uhr los und kommen nach 46 sm in Christianopel an. Vier Meilen davor werden wir von einem Sturm bis 7 bft und Gewittern überrascht, sodaß wir glücklich sind den kleinen Hafen in unserer Nähe zu finden. Dort laufen wir auch unter Sturm ein und an der Pier stehen schon einige Segler um uns beim Festmachen zu helfen. Mittlerweile scheint auch wieder die Sonne, der Wind nimmt ab und wir schauen uns den Ort an. Der ist wohl, wie früher Glückstadt von dem dänischen König Christian dem Vierten erbaut worden.
Wir haben bei diesem Ritt übrigens die „Dreitausend Seemeilen“ überschritten nämlich genau 3026 sm
Morgens um neun sieht es draußen ganz beschaulich aus und wir wollen starten. Nach zweieinhalb Meilen kehren wir wieder um, die See hat sich in keinster Weise beruhigt und geplante 25 Meilen gegenan bolzen macht keinen Sinn. Ein kurz nach uns gestartetes Kielschiff kehrt auch nach einer dreiviertel Stunde aus dem gleichen Grund zurück.
Von Christianopel gehts dann weiter nach Karlskrona und dann über Hällevik und Skillinge zu einem kleinen Hafen kurz vor Ystad mit dem Namen Kaseberga. Dort gibt es einen historischen Steinkreis „Ales Stenar“, den wir natürlich besichtigen. Der nächste Tag ergab mal wieder wegen Sturmes, aber viel Sonne einen Hafentag. Aber auch mal erholsam.


Nun wollen wir aber Schweden verlassen und starten am 04.09. sehr früh morgens. Nach kurzer Motorfahrt ziehen wir die Genua und können bei raumem Wind gut Segeln. Leider regnet es ohne Ende. Nach dem Überschreiten der schwedischen Grenze wird der Wind stärker bleibt aber raum und es geht gut voran. Der Wind wird immer stärker und steigt auf sechs bis sieben bft, die Welle wächst aus meiner Sicht (Rudergänger) auf Hochhausgröße, das ist natürlich weit übertrieben aber trotzdem sehr beeindruckend. Wenn man sich auf dem Wellenkamm befindet ist der Druck auf das Ruder sehr hoch, die Welle versucht das Boot querzustellen, man hat ordendlich zu tun. Aber es geht alles wie immer gut und wir laufen nach 62 sm im Hafen Rödvik ein und machen dort fest. Wir sind in Dänemark angekommen.
Es geht natürlich weiter, wir liegen zwar mittlerweile unserem geplanten Termin am 25. 09. zuhause zu sein ziemlich weit vorraus, aber mittlerweile freuen wir uns auf unser Zuhause. Vier Monate ist eine schöne aber auch lange Zeit.
Von Rödvik fahren wir nach Kalvehave und weiter nach Lundeborg und Svendborg. Die letzte Etappe Dänemark ist von Svendborg bis nach Maasholm. Wir sind also wieder in Deutschland. Ein schönes Gefühl, alles wie zu Beginn. Man macht die ersten Einkäufe mal wieder in deutscher Sprache und bezahlt mit Euro. (War allerdings , außer der Sprache auch in Finnland). Mit der englischen Sprache kann man sich überhaupt in den skandinavischen Ländern sehr gut unterhalten und bezahlen geht überall bis auf ganz wenige Ausnahmen mit der Maestro-Karte.
Am 09.09 geht es von Maasholm nur gesegelt nach Kiel-Holtenau.
Den Rest bekommt ihr zum Schluss
LG
Norbert

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