Von Haparander Richtung Süden

Am 10. 07. geht es weiter. Morgens hängen wir unseren WSVK Vereinsstander im Bootshaus des Segelvereines Haparanda aus und tragen uns in die Besucherliste ein. Ist schon beeindruckend, wie viele Stander dort hängen. Nun ist auch Kollmar dort vertreten. Ein freundlicher finnischer Segler markiert uns auf unseren finnischen Seekarten etliche Häfen, die er uns zu unserem Törn empfiehlt. Bei super Wetter und 2-3 Windstärken aus NO fahren wir mittags Richtung Kemi, unser erster Hafen in Finnland. Nach 19 entspannten Seemeilen erreichen wir am späten Nachmittag den dort liegenden Gästehafen.


Das nächste Ziel ist die Insel Haioluto. Leider kaum Wind und der Aussenborder muss mal wieder arbeiten. Dafür ist das Wetter aber schön, die Sonne scheint und wir erreichen nach 43 sm einen kleinen Lotsenhafen „Marjaniemie“. Ein sehr zu empfehlender Hafen auf den Weg von oder nach Haparander.

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Um 10:00 Uhr morgens geht es weiter, und zwar mal unter idealen Segelbedingungen, NW 3-4, auf unserem Kurs Blisterwind. Leider kommen nach 30 sm dunkle Wolken auf, es beginnt zu regnen und wir können uns entscheiden in einen ganz nahe gelegenen Hafen zu flüchten oder zu unserem Zielhafen weiterzusegeln. Da die Wolken sich etwas auflösen fahren wir weiter und erreichen nach 56 sm den Hafen Kalajoki.

Abends in Finnland

Mittags legen wir in Kalajoki ab, die Sonne scheint und wir segeln hoch am Wind aus SW 3-4. Nach einer Stunde baut sich mal wieder eine Nebelwand auf, löst sich aber wieder auf und wir und wir kommen nach 13 sm in einem kleinen Fischerhafen Ohotakari an, machen dort fest. Wir sind das einzige Segelboot, sonst nur Motor- oder Fischerboote.

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Das nächste Ziel ist Jacobsstad. Bei Sonne und 3 Windstärken aus SW lässt es sich einfach toll segeln, vor allem wenn man kaum Welle hat. Wir fahren durch die inneren Schären und Insellandschaften, das Fahrwasser ist teilweise so eng, dass wir die Segel herunternehmen müssen, da dort das Kreuzen einfach unmöglich ist. Unterweg taucht plötzlich direkt neben der Fahrwasserstrecke eine kleine Tankstelle auf. Dahinter ein winziger Motorboothafen. Die Chance müssen wir natürlich nutzen, legen kurz an, tanken und fahren weiter. Auch die weitere Fahrwasserstrecke zwischen den kleinen Inseln ist oftmals sehr eng, Häuser und Hütten direkt am Ufer. Am frühen Abend machen wir im Gästehafen in Jacobsstad fest. Wir können mit Gästerädern in die Stadt fahren um ein paar Nahrungsmittel einzukaufen und einen alten Bootshafen zu besichtigen.


Ab Jacobsstad geht es mittags weiter und wir können unter idealen Windbedingungen segeln. Nach 32 sm machen wir auf einer Insel „Kummelskäret“ mal wieder in einem Fischerhafen fest. Dieser kleine Hafen liegt im Bereich der finnischen Schären, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Früher war er mal ein Nothafen für die Fischer. Es gibt dort einen Anlegesteg, an welchen höchstens acht Boote an Bojen festmachen können. Besonders beeindruckend ist, es gibt hier als sanitäre Anlage Plumsklos super sauber und super gepflegt, aber kein fließendes Wasser. Eine für alle Besucher freie Sauna, die mit Holzfeuer betrieben wird.


Nun gehts Richtung Vaasa, wieder durch die inneren Schären.Zu anfangs fahren wir die Genua und es lässt sich schön segeln. Leider müssen wir nach zwei Stunden den Grundkurs nach Südwest ändern und leider kommt der Wind aus genau der Richtung. Bei der schmalen Fahrrinne keine Chance zu kreuzen. Also motoren. Es kommt noch schlimmer, der Wind frischt auf 5-6 bft und es bildet sich eine kurze hackige Welle, gegen die man schwer ankommt. Aber auch da kamen wir durch und am späten Nachmittag können wir im Gästehafen von Vaasa festmachen. Hier missglückt mir das Anlegemanöver, der Wind drückt mich so stark auf den Fingersteg, daß das Boot auf den Steg zum stehen kommt, aber es ist gottseidank nichts passiert, außer für mich ein wenig peinlich.
Das wiederum Gute ist, wir haben auf der letzten Strecke die „Zweitausend Meilen“ geknackt. Juhu!!!!!!!!
Gesamte zurückgelegte Strecke: 2025 Seemeilen
LG
Norbert

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Eine Antwort zu Von Haparander Richtung Süden

  1. Regina Fago schreibt:

    Hallo Harald, hallo Norbert (unbekannter Weise) … ich lese mir mit großer Freude eure Berichte durch und schaue mir ebenso gerne die tollen Fotos an.
    Auch wenn ich vom Segelsport „null“ Ahnung habe und mir bei dem einen oder anderen Fachausdruck ein Fragezeichen auf der Stirn geschrieben steht , ist es dennoch für mich sehr spannend eure Erlebnisse mit zu verfolgen.
    Ich wünsche euch noch eine super schöne Zeit und freue mich schon auf den nächsten Bericht aus Finnland.
    Liebe Grüße Regina

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